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Social Bookmarking in meinem Unterricht

Wie bereits berichtet, sehe ich die Möglichkeiten des SB (social bookmarking) eher im Bereich meiner persönlichen Arbeit als in demjenigen meiner SuS. Aber ich denke jetzt mal nach:

Die SuS stellen sich Links zu Informationen zu einem bestimmten Thema zusammen. Und sie können diese gegenseitig austauschen. Scheint effizient. Wenn jemand eine super-Mathe-Webseite findet, dann können dort alle lernen gehen. Aber hingehen müssen sie immer noch selber…

In Projektarbeiten erleichtert z.B. Diigo die Zusammenarbeit sehr. Allerdings nicht so sehr wie “Google Drive” o.ä., aber immerhin. Nur habe ich bisher noch keine Mathematik-Projektarbeiten gemacht. Im Rahmen einer Maturaarbeit wäre dies wohl ein nützliches Tool.

Zudem: können die SuS ihren KollegInnen trauen? Gerade in meinen jüngeren Klassen werden ständig Streiche gespielt. Mobbing passiert. D.h. ich müsste ihre Linksammlung überwachen, was nicht unbedingt dem Sinn entspricht.

Alles in allem bin ich nicht von den Möglichkeiten des SB für meinen Unterricht überwältigt und werde es wohl nicht in nächster Zeit einführen.

Gerne lasse ich mich eines anderen belehren.

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Meine Erfahrungen in meinen ersten LIN:K-Stunden

Hier sitz’ ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor (frei nach Goethe). Oder bin ich? Einige Tools konnte ich mir einverleiben, zu zeigen bleibt, ob sie denn auch so nützlich sind, wie die Tools zu Goethes Zeiten, welche immerhin erlaubten Nägel einzuschlagen, o.ä.

Das können meine hier nicht. Dafür können sie Ordnung bringen ins überbordende Chaos des Internet. Dazu musste Faust schon einen Dämonen beschwören, wie viel einfacher haben wir es doch heute.

Spass beiseite: Von symbaloo bin ich noch nicht angefressen. Soviel ich bisher gesehen habe, ist es ein schönes graphisches Interface zu (2D-) Listen von Links. Statt in meine Bookmarks  kann ich jetzt auf schönen Flächen rumsuchen. Nett, aber nicht umwerfend. Zumal es ein Weilchen dauert bis die Seite geladen ist, während meine häufig benutzten Seiten sich selbstständig autocompleten, wenn ich denn das auf der gleichen Seite schreiben darf, wie ich Goethes Namen benutze. Auf jeden Fall scheint mir symbaloo allenfalls eine ästhetische, aber weniger eine funktionale Verbesserung darzustellen.

Diigo hat es mir auf der anderen Seite schon viel mehr angetan. Die Browser-Integrierung erlaubt es die Funktionen zu nützen, ohne dass ich immer bei Diigo selbst rumsitzen muss. Noch zu sehen, ob mit zunehmender Grösse der Sammlung die Übersicht erhalten bleibt. Die Sammlung ist am Ende auch nur so gut wie die zugeordneten Tags. Und da ist es zu einfach neue zu erfinden, und weniger offensichtlich dieselben zu verwenden wie auch schon (habe ich jetzt mit “Math”, “math”, “mathematics” oder “Mathematik” getaggt? “Teaching” oder “education” oder sogar “Lehre”?).

Die Listen wären noch auszuprobieren.

Und was mir noch fehlt ist das social im social tagging. Ja, ich habe einzelne KollegInnen gefunden, aber nicht viele. V.a. von der PHTG, keine von meinem Arbeitsort. Daher bleibt mir wohl ein grosser chunk der Macht dieses Instruments noch verborgen.

Ja, und in der Schule? Hmm, unsere SuS kriegen noch nicht einmal eine Schul-Emailadresse. Ja, es gibt Computerräume, aber ich bin noch nicht überzeugt, was es bringt.  Symbaloo und Diigo scheinen mir nützlicher als Lehrperson denn als SuS.

Was ich mit meinen SuS ausprobieren will, ist Moodle und Wiki. Die neuen Moodle-Versionen bieten sogar einen Wiki-Plugin innerhalb des Moodles an, da sollte sich das Vandalen-Potenzial minimieren lassen.

Jetzt bin ich gespannt, wie’s weiter geht.

Und mit hochachtungsvollen Grüssen und Entschuldigungen an den Herrn Goethe.